Lear-Ara

Lear-Aras auf einem Palmenblatt

(Anodorhynchus leari)

 

Verwandtschaft:

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)

Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)

 

Gefährdungsstatus:

Rote Liste*: stark gefährdet

 

Größe & Gewicht:

Kopf-Rumpf-Läng: 70 cm bis 75 cm

Gewicht: 900 g bis 940 g

 

Lebensraum:

Trockensavanne im Nordosten Brasiliens

 

Nahrung:

Nüsse der Licuri-Palme, Früchte, Mais, Blüten der Agaven

 

Sozialverhalten:

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Sozialstrukturen der Lear-Aras denen anderer Blauara-Arten, wie dem Hyazinth-Ara, ähneln der in monogamen Paarbeziehungen lebt. Die einzelnen Paare schließen sich während der Nahrungssuche und an den Schlafplätzen zu großen Gruppen zusammen.

 

Fortpflanzung:

Lear-Aras sind Höhlenbrüter. Sie bauen ihre Nester in Felsspalten und Höhlen. Das Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern, die ca. 25 Tage von dem Weibchen bebrütet werden. Das Männchen ist in dieser Zeit für die Nahrungssuche verantwortlich und füttert seine Partnerin. Papageien sind Nesthocker, die Jungvögel sind nach dem Schlupf nackt und blind. Die Geschlechtsreife erreichen Lear-Aras im Alter von ca. drei Jahren.

 

Besonderheiten:

Der Lear-Ara gehört, wie der Hyazinth-Ara, zu den sogenannten Blauaras. Ursprünglich gab es 3 Arten dieser Papageien, von denen der Türkisara bereits ausgestorben ist. Die beiden noch existierenden Blauara-Arten sehen sich äußerlich sehr ähnlich. Mit rund 100 cm ist der ist der Hyazinth-Ara deutlich größer als der Lear-Ara. Der federlose Bereich an der Basis des Unterschnabels ist länglich, während sie beim Lear-Ara rund ist. Der Lear-Ara ist ein sogenannter Nahrungsspezialist. Er ernährt sich fast ausschließlich von den Nüssen der Licuri-Palme.

 

 

*Internationale Rote Liste, herausgegeben von der IUCN (International Union of Conservation of Nature and Natural Resources)