Gepard - Serengeti Stiftung

Gepard

(Acinonyx jubatus)

Zwei männliche Geparde

 

 

Verwandtschaft:

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)

Familie: Katzen (Felidae)

 

Gefährdungsstatus:

Rote Liste*: gefährdet

 

Größe & Gewicht:

Schulterhöhe: 60 cm bis 80 cm

Gewicht: 55 kg bis 60 kg

 

Lebensraum:

Savannen, Grasländer, Halbwüsten und Wüsten in Afrika und Vorderasien

 

Nahrung:

Gazellen, Spießböcke, Impala, Kudus, Warzenschweine, Perlhühner, Hasen

 

Sozialverhalten:

Geparde leben als Einzelgänger. Dabei kann es vorkommen, dass sich männliche Tiere zu Junggesellengruppen zusammenschließen. Weibliche Geparde suchen nur für die Paarung die Nähe ihrer männlichen Artgenossen.

 

Fortpflanzung:

Geparde besitzen keine feste Paarungszeit, wobei die meisten Jungtiergeburten in die Regenzeit fallen. Rollige Katzen geben mit dem Urin spezielle Duftstoffe ab, die paarungsbereite Männchen anlocken. Nach einer Tragzeit von etwa 95 Tagen werden zwischen ein und fünf Jungtiere zur Welt gebracht. In seltenen Fällen kann der Wurf aus bis zu acht Jungtieren bestehen. Für die Geburt sucht die Gepardin einen geschützten Ort auf, um ihren Nachwuchs vor Hyänen, Leoparden oder anderen Raubtieren zu verstecken. Mit fünf bis sechs Wochen verlassen die Jungtiere das Versteck und begleiten ihre Mutter auf den Streifzügen. Wenn die Katzen zwischen 16 und 18 Monate alt sind, werden sie von ihrer Mutter allein gelassen und müssen sich selbständig versorgen. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr. In freier Wildbahn können Geparde bis zu 15 Jahre alt werden.

 

Besonderheiten:

Geparde sind die schnellsten Landsäugetiere der Welt. Während der Jagd können sie bis etwa 500 m eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen. Ihr ganzer Körperbau ist an diese schnelle Art der Fortbewegung angepasst. Geparde haben lange Beine, einen schlanken Körper und eine flexible Wirbelsäule, die ihnen eine große Schrittlänge ermöglicht. Geparde sind die einzigen Katzen, die nicht in der Lage sind ihre Krallen einzuziehen. Während der Sprints wirken die Krallen wie Spikes und geben den Katzen zusätzlich Stabilität. Geparde besitzt ein besonderes Jagdverhalten. Sie schleichen sich so nahe wie möglich an ihre Beute heran, um dann plötzlich los zu sprinten. Wenn die Geparde bei der Verfolgung nahe genug an ihre Beutetiere herangekommen sind, schlagen sie ihnen mit einer Vorderpfote ein Hinterbein weg und bringen sie so zu Fall. Anschließend drücken sie ihrer Beute die Kehle zu, bis sie erstickt ist.

 

* Internationale Rote Liste, herausgegeben von der IUCN (International Union of Conservation of Nature and Natural Resources)