Jäger der Nacht - Serengeti Stiftung

Jäger der Nacht

 

Wasserfledermäuse schlafen am Tage in alten Baumhöhlen

In Deutschland leben 25 Fledermausarten, von denen 19 Arten in Niedersachsen heimisch sind. Alle Fledermausarten sind in ihren Beständen stark rückläufig. Vier von ihnen werden auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Während des Tages schlafen die Fledermäuse an geschützten Orten. Je nach Art bewohnen sie ganz unterschiedliche Quartiere. Während der Große Abendsegler alte Spechthöhlen bewohnt und Wasserfledermäuse in Astlöchern schlafen, suchen Zwergfledermäuse Mauerritzen auf oder kriechen unter Dachziegel. Durch die Sanierung von Altbauhäuser und das Fällen alter Baumbestände verlieren Fledermäuse ihre Schlafquartiere und Wochenstuben. Teilweise gehen dabei sogar Winterquartiere verloren, da Arten wie der Große Abendsegler Baumhöhlen für den Winterschlaf nutzen.

 

eine Gruppe Mopsfledermäuse in ihrem Schlafquartier

Alle heimischen Fledermausarten ernähren sich von Insekten. Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Insektiziden verschwinden immer mehr artenreiche Wiesen. Dadurch verringern sich auch die Bestände der Großinsekten, wie Nachtfalter und Käfer, die eine wichtige Nahrungsgrundlage der Fledermäuse darstellen. Aufgrund dessen sind die Fledermäuse nicht in der Lage sich eine ausreichende Fettreserve für den langen Winterschlaf anzulegen. Dies führt auch dazu, dass die Mütter häufig unterernährt sind und nicht ausreichend Milch haben. Die geschwächten Jungtiere können sich dann nicht mehr festhalten und fallen aus den Wochenstuben und sind somit leichte Beute für Katzen, Marder und andere Raubtiere.

 

Fledermauskasten

Die Serengeti-Park Stiftung engagiert sich für den Schutz dieser faszinierenden Tiere. Einige Fledermausarten, wie der Große Abendsegler, die Zwergfledermaus oder die Rauhautfledermaus beziehen künstliche Ersatzquartiere. Durch das Anbringen von Fledermauskästen erhöht die Serengeti-Park Stiftung die Verfügbarkeit ausreichender Sommerquartiere, in denen die Fledermäuse am Tage schlafen und ihre Jungtiere aufziehen können. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für diese besonderen Tiere und deren Schutz in der Gesellschaft gestärkt werden. Die Serengeti-Park Stiftung bietet deshalb im Sommer Führungen an, um über Fledermäuse zu informieren.

 

 

 

 

 

 

Durch das Anbringen von einem Ersatzquartier kann jeder seinen Beitrag zum Schutz der Fledermäuse leisten. Fledermauskästen lassen sich ohne großen Aufwand selber zusammen bauen. Hier finden Sie eine Bauanleitung, die Sie sich als PDF herunterladen können.

 

 

Die Bauanleitung finden Sie hier!