Hilfe für unsere Patenkinder, die Elefantewaisen - Serengeti Stiftung

Hilfe für unsere Patenkinder, die Elefantewaisen

 

Mbeu Pfleger

Mbegu mit einem Pfleger in der Auffangstation

Der Afrikanische Elefant ist auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Der tatsächliche Gefährdungsstatus ist in den einzelnen Regionen Afrikas sehr unterschiedlich. Während die Bestände in Westafrika recht klein und dadurch stark gefährdet sind, hat sich die Elefantenpopulation im südlichen Afrika wieder erholt. Durch den Anstieg der Elefantenpopulation und der Ausbreitung der Bevölkerung kommt es dort regelmäßig zu Zwischenfällen. Die Tiere kommen bei ihren Wanderungen durch Dörfer, wo es häufig zu Beschädigungen und Verletzungen kommt. Die Einwohner versuchen dann die Elefanten zu vertreiben, wobei Elefantenkälber von ihren Müttern getrennt werden. In der Wildnis haben diese Kälber keine Überlebenschance, da sie die ersten ein bis zwei Lebensjahre vollkommen auf ihre Mütter und die Muttermilch angewiesen sind. Der Sheldrick Wildlife Trust (SWT) wurde 1999 von Dr. Dame Daphne Sheldrick gegründet. Das Ziel dieser Organisation ist der Schutz der in Afrika lebenden Wildtiere. Im Zentrum steht das Projekt Tierwaise(Orphan’s Project), bei dem verwaiste Elefanten aufgenommen und aufgezogen werden, um sie dann wieder in die Freiheit zu entlassen. Bis heute konnte der SWT über 190 Elefantenkälber auswildern und in die Herden des Tsavo East Nationalpark integrieren.

 

Mebgu nicht allein

Mbegu mit einem älteren Elefantenkalb

Mbegu

Die Serengeti-Park Stiftung hat 2014 die Patenschaft für ein verwaistes Elefantenkalb übernommen. Im Mai 2014 wurde Mbegu von dem Team des SWT gerettet. Auch hier ist die Herde in ein Dorf gekommen und hatte einen Dorfbewohner angegriffen. Daraufhin schossen die Bewohner auf die Elefantenherde, um die Tiere zu vertreiben. Mbegus Mutter wurde tödlich getroffen, während der Rest der Herde in Panik davonrannte. Das Team des SWT rettete Mbegu und brachte sie in die Auffangstation. Mbegu war zu diesem Zeitpunkt etwa sieben Wochen alt. Heute hat sie sich gut eingelebt und nimmt eine wichtige Rolle in der Herdenstruktur der Waisenelefanten ein. Immer häufiger zeigt sie ihre Qualitäten als Leittier und kümmert sich um die kleineren Elefantenwaisen.

 

 

 

 

 

 

Larro abgemagert

Larro kurz nach ihrer Ankunft beim SWT

Larro

Da die Mensch-Wildtier-Konflikte mit den Elefanten in Afrika weiter zunehmen, hat sich die Serengeti-Park Stiftung entschlossen, 2019 die Patenschaft für drei weitere Elefantenwaisen zu übernehmen. Im Januar 2019 hat der SWT die kleine Larro gerettet und zu sich genommen. Das Elefantenkalb irrte alleine in der Nähe eines Dorfes umher. Die Umgebung dieser Ortschaft ist bekannt für ihr Konflikte mit Elefanten. Nach mehreren Tagen war Larro dort immer noch allein unterwegs und inzwischen stark abgemagert und geschwächt. Der SWT brachte Larro in ihre Auffangstation, wo sie mit Milch und Vitaminpräparaten aufgepäppelt wurde.

 

 

 

 

Sattao mit Pfleger

Sattao wird von seinem Pfleger gefüttert

Sattao

Sattao wurde in der Nähe vom Tsavo Nationalpark, von den Mitarbeitern des SWT, gerettet. Das Elefantenkalb irrte dort mehrere Tage allein umher. Das Tier war stark abgemagert und seine Hinterbeine hatten zahlreiche offene Wunden, die vermutlich von Raubtieren stammten. Zur selben Zeit waren in dieser Region mehrerer Gruppen Wilderer aktiv, da die Ranger des Nationalparks regelmäßig getötete Elefanten fanden. Der SWT geht davon aus, dass eines dieser Tiere die Mutter von Sattao war. Der kleine Elefantenbulle ist vermutlich nach dem Tod seiner Mutter noch einige Zeit an ihrem leblosen Körper verblieben und hatte dadurch den Anschluss zu seiner Herde verloren.

 

 

 

Enkesha Rüssel

Enkesha vor und nach der Rüssel-OP

Enkesha

Als man Enkesha das erste Mal sah, war sie ein Jahr alt und hatte eine Drahtschlinge um ihren Rüssel. Diese hatte sich so stark in das Fleisch eingeschnitten, dass ihr Rüssel fast komplett abgetrennt war. Um das Leben und den Rüssel der jungen Elefantendame zu retten, entschied man sich dafür Enkesha von ihrer Herde zu trennen. Mit einer drei stündigen Notoperation konnte man ihren Rüssel retten. Jetzt lebt Enkesha in der Auffangstation des SWT und wird dort solange aufgezogen, bis sie alt genug ist, um selbständig in der freien Wildbahn überleben zu können.

 

 

 

 

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