Überlebenshilfe für den Lear-Ara

 

Der Lear-Ara bewohnt ausschließlich ein kleines Gebiet im Nordosten Brasiliens. Bis 2009 wurde er auf der Roten Liste der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Durch die guten Schutzmaßnahmen konnte er dann auf „stark gefährdet“ runtergestuft werden. Die Population bestand 1983 nur noch aus 60 freilebenden Vögeln. 2013 ergaben Untersuchungen einen Anstieg auf etwa 1200 Individuen. Neben dem illegalen Tierhandel stellt insbesondere die Spezialisierung der Nahrung, die hauptsächlich aus den Nüssen der Licuri-Palme besteht, ein großes Problem dar. Die Palmenhaine sind durch intensive Landwirtschaft und Beweidung selten geworden. Zusätzlich werden die Blätter zur Herstellung von Handarbeiten verwendet und dabei häufig die Palmen beschädigt. Wenn die Lear-Aras nicht ausreichend Nüsse finden, weichen sie auf Maisfelder aus, wodurch Konflikte mit den Landwirten entstehen und teilweise die Vögel geschossen werden. Der Lear-Ara bewohnt nachts und zur Brutzeit Höhlen in Sandsteinklippen. Illegale Tierhändler fangen hier die Jungvögel aus den Höhlen, um diese auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

 

Die Stiftung Artenschutz setzt sich für den Erhalt dieser Papageien ein, indem sie Licuri-Palmen anpflanzen und sicherstellen, dass die Pflanzen gut gedeihen. Um das Nutzvieh von den Palmen fernzuhalten, sind diese eingezäunt. Zusätzlich zu den Schlafplätzen, müssen somit auch die Futterplätze täglich kontrolliert werden. Des Weiteren wird die lokale Bevölkerung über die Papageien und deren Schutz aufgeklärt.

 

Die Serengeti-Park Stiftung unterstützt die Stiftung Artenschutz bei diesem wichtigen Projekt.

 

Lear-Aras an ihren Schlafplätzen

Zwei Lear-Aras auf dem Blatt einer Licuri-Palme

Ein Pärchen Lear-Aras an ihrem Brut- bzw. Schlafplatz

 

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