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Projekte

projekt-luchse

Vor 10 Jahren begann das Luchsprojekt Harz mit der Wiederansiedlung von Gehegenachzuchten. Heute leben ca. 40–60 Luchse im Harz, die bereits alle von ihren Müttern in der freien Wildbahn großgezogen worden sind.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich diese schöne Katzenart im Verlaufe der nächsten 20 Jahre flächendeckend nach über 300 Jahren erstmalig wieder über die deutschen Mittelgebirge und die Wälder des norddeutschen Flachlands ausbreiten kann.

Mit der Haltung von drei Luchsen in einem Schaugehege in der Russland-Anlage des Parks möchte die Serengeti-Park Stiftung auf die Einmaligkeit und Friedfertigkeit des Luchses sowie seine wichtige Funktion im Haushalt der Natur und die Erhaltungsbemühungen im Harz aufmerksam machen.

 

projekt-auerochse

Das Heckrind (Auerochse – Bos primigenius) ist das Ergebnis einer fast achtzig Jahre langen Zuchtgeschichte mit dem Ziel, ein diesem Wildrind ähnliches oder ihm gleichendes Rind durch Dedomestikation oder „Rückzüchtung“ oder „Abbildzüchtung“ aus verschiedenen Hausrindrassen zu erhalten.

Benannt ist es nach den Brüdern Heinz und Lutz Heck, die mit der damals noch unzutreffend als „Rückzüchtung“ bezeichneten Zuchtmethode begannen.

Das Heckrind ist wie die meisten Hausrinder ein direkter Abkömmling des 1627 ausgestorbenen Auerochsen und bildet mit diesem eine Art. Gäbe es diesen noch, wäre er mit ihm kreuzbar und die Nachkommen fruchtbar.

Die Serengeti-Park Stiftung wird eine Gruppe dieser besonders vom Aussterben bedrohten Rinderart in einer extra angelegten Anlage halten und nachzüchten.

Die Serengeti-Park Stiftung will versuchen, den Nachwuchs mit weiteren Jungtieren aus mehreren Zoologischen Einrichtungen in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Umweltministerium an geeigneten offenen Waldbereichen anzusiedeln, um hier naturnahe Landschaftsgestaltung durch große Pflanzenfresser zu ermöglichen.

In Kooperation mit Naturschutzbehörden ist innerhalb der nächsten 18 Monate an eine extensive Weidebewirtschaftung in den Moorgebieten der Südheide gedacht.

 

projekt-leineschaf

In den vergangenen 3 Jahrzehnten hat sich ein dramatischer Wandel auch in der europäischen Landwirtschaft vollzogen dahingehend, dass viele früher gehaltene Haustierrassen in kleinbäuerlicher Haltung heute nicht mehr genutzt werden und somit auch nicht zielgerichtet nach- oder weitergezüchtet werden.

Damit geht jedoch ein wichtiger Anteil der genetischen Vielfalt unserer Erde verloren. Die Nachzucht bedrohter Haustierrassen soll hier Abhilfe schaffen.

Die Serengeti-Park Stiftung beteiligt sich in Zukunft an der Erhaltung bedrohter Haustierrassen und baut nun eine Herde Leineschafe auf, kleine Wiederkäuer aus der allernächsten Umgebung.

Dabei werden drei Ziele gleichzeitig verwirklicht:

  • Die Nachzucht einer vom Aussterben bedrohten Haustierart in extensiver Haltung
  • Didaktisch-pädagogische Aspekte des direkten Umgangs der Besucher mit der Tierart und Information zur Zucht und Erhaltung bedrohter Haustierrassen für eine breite Besucherklientel
  • Abgabe von Nachwuchs im Rahmen des Zuchtprogramms

Partner: Landschaftspflegeverband Göttingen e.V.

 

projekt-amphibien

Wechselkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch, evtl. auch Reptilienprojekt: Sumpfschildkröten haben aufgrund ihres besonderen Individualentwicklung, bei der sie sowohl an Wasser- als auch an Landbiotope gebunden sind, sehr spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum. Dieser Lebensraum zeichnet sich besonders durch naturnahe Übergänge und ungestörte Wanderkorridore zwischen den beiden Biotopen – Wasser und Land – aus.

In den letzten Jahrzehnten sind durch zunehmende agrarwirtschaftliche, verkehrsinfrastrukturelle und wasserstandregulierende Aktivitäten des Menschen die Lebensräume für Amphibien vielerorts verschwunden.

Sind solche natürlich-harmonischen Lebensräume aber vorhanden, können Amphibien gut leben und sind dann auch Indikatoren für eine intakte Umwelt.

Die Stiftung möchte geeignete Kleinbiotope mit Gewässern innerhalb des Parkgeländes für Populationserhalt sichern.

projekt-dickhaeuter

Forschungsprojekte Infraschall und seine Bedeutung bei Afrikanischen Elefanten / Frequenzspektrum und Lautäußerungen beim Breitmaulnashorn

Aufgrund der überaus großen und für uns Menschen zum Teil noch nicht nachvollziehbaren Leistungen des Gehirns bei Dickhäutern ist die Erforschung der Sprache dieser Tiere eine überaus spannende Angelegenheit, die für unsere Kenntnisse über diese Arten wie auch für angewandte Tierschutz- und Naturschutzfragen von besonderer Bedeutung sein kann.

Bisherige Forschungsergebnisse weisen auf die Bedeutung von Infraschall und seismischen Wellen bei der Verständigung von Elefanten und Nashörnern hin.

Die extensiven Haltungsbedingungen des Hodenhagener Großtierreservats sowie die regelmäßige Reproduktion bei afrikanischen Elefanten und Breitmaulnashörnern bieten optimale Möglichkeiten, um die akustische Kommunikation zwischen Müttern und ihrem Nachwuchs, den Jungtieren untereinander sowie zwischen den Adulttieren – auch in Situationen, in denen sie sich nicht direkt sehen können – aus allernächster Nähe zu untersuchen.

Hört man als aufmerksamer Besucher einmal genauer hin, hört man bei Elefanten ein sehr tiefes, grollendes Brummen, gelegentlich ein Trompeten. Nashörner quietschen, prusten, schnauben oder brüllen, wenn sie sich dem Artgenossen verständlich machen wollen, und das geht z.T. so tief runter, dass wir es mit unseren Ohren nicht mehr hören können. Aber welche Bedeutung hinter diesen Lautäußerungen steckt, wissen wir nicht. Bioakustische Messungen können möglicherweise ein paar Antworten bieten. Dabei sollen folgende Fragen bearbeitet werden:

• Gibt es individuelle, akustisch klar abgrenzbare individuelle Tonlagen?

• Können die Tiere sich untereinander an der Stimmlage erkennen?

• Welche Lautäußerungen liegen im hörbaren, welche im Infraschallbereich?

• Wie viele verschiedene Lautäußerungen gibt es?

• Welche Bedeutung haben sie?

• Ist es möglich, aus den Ergebnissen ein Nashorn- oder Elefanten-Wörterbuch zu entwickeln, um diese Tierarten besser verstehen zu können?